Projets en cours

Fensterschlass - coin rue des Bains/Rue Aldringen à Luxembourg-Ville

 

 Descriptif

Maître d'ouvrage Dreyer Ruppert Real Estate
Volume ±18 500 m3
Début des travaux 2015
Coût des travaux ±18 300 000 €
In der Stadt Luxembourg, Ecke Rue Aldringen/ Rue de Bains soll das bestehende Gebäude Fensterschlass instandgesetzt werden.
Das bestehende Bauwerk ist mit der Zeit schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und wird vollständig entkernt bzw. abgerissen.  Lediglich  die denkmalgeschützte Fassade zur Straße muss vollständig erhalten bleiben. Sie wird dazu in der Bauphase vollständig mit Stahlfachwerkträgern abgestützt bzw. stabilisiert.
Das restliche Gebäude wird vollständig abgerissen. Volumen ca. 13500 m3.
Vor dem Abbau werden zur Vorsorge historische Gesimse in der Hoffassade schadenfrei ausgebaut und sicher gelagert.
Das bestehende Bauwerk hat 5 Geschosse, ein Dachgeschoss aus Holz und einen zweigeschossigen Gewölbekeller aus Sandstein.

Im Hinterhof befinden sich noch kleinere Wirtschafts- und Betriebs Gebäude. Besonders interessant waren die Recherchen nach Kasematten von der alten Festungsstadt, diese waren jedoch unter dem Bauwerk nicht vorhanden.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Baustelleneinrichtung mitten in der Stadt und in einer Hauptverkehrsader ausgeführt werden muss. Um dies zu lösen wird eine 18 m lange Stahlbrücke über die Straße gebaut um die Lagerzonen und Baustellenbaracken unterzubringen.
Der Verkehrsfluss in den Straßen Rue Aldringen und Rue de Bains muss auch in der Bauphase gewährleistet sein.
Das neue Bauwerk deckt die Grundstücksfläche vollständig ab. Dazu muss der Baugrubenverbau recht filigran ausgeführt werden.
Es kommen Mikropfähle mit Erdankern zum Einsatz. Durch die angrenzenden Nachbarbebauungen werden auch Unterfangungen notwendig.
Ein Zwischengebäude aus Stahlbeton in der rue Aldringen, das nicht denkmalgeschützt ist, wird als erstes komplett abgerissen.
Dieses Konzept ermöglicht den Abtransport der Abbruch und Aushubmaterialien da die denkmalgeschützte Fassade vollständig erhalten bleiben muss.
Weiterhin muss der Abriss des Bauwerks und der Erdaushub im Fels unter Einhaltung geräusch- und vibrationsarmen Maßnahmen erfolgen.
Das neue Bauwerk wird als Stahlbetonkiste ausgeführt und die antike Fassade steht wie ein Vorhang vorne dran. Diese wird horizontal, mit in die Decken einbetonierten Ankern, fixiert.
Bauphysikalisch wird die alte Wand von innen gedämmt und zwar nicht hochgradig, weil etwas Wärme in das alte Mauerwerk gelangen soll um es langfristig trocken zu halten. Eine Wärmebrückenberechnung  wurde  bereits von  unserer  Bauphysikabteilung  durchgeführt.
Im Zuge der Bauarbeiten wird ein Konzept zur Verfestigung bzw. Abdichtung der historischen Fassade ausgeführt.

Nutzungsphilosophie
Die Nutzung des neuen Gebäudes ist angedacht mit Verkaufsräumen im Erdgeschoss und teilweise im 1. UG.
Die Obergeschosse und das Dachgeschoss werden mit Appartements ausgestattet in Größen von ca. 40 bis 135 m2.
Dabei ist der Grundgedanke, die kleineren Appartements, die durch leichte Trennwände abgetrennt sind, bei Bedarf in größere umzufunktionieren.
Die 2 Parkgeschosse werden durch eine Rampe erreicht und bieten Platz für 28 Fahrzeuge.

Statischer Charakter des Neubaus
  • Stahlbeton Geschossbau mit Flachdecken
  • Aussteifung mit Stahlbetonwandscheiben 
  • Gründung mittels Fundamentplatte mit Verstärkungen
  • Die Denkmalfassade steht wie eine Verkleidung vor der neuen Stahlbetonbox
  • Die horizontalen Kräfte werden mit einbetonierten Ankerplatten in die Decken eingeleitet.